
Das wahre Problem liegt darin wie wir Konsumenten von der Nahrungsmittel”industrie” für dumm verkauft werden. Da werden Waren umdeklariert, weil irgendjemand das große Geld sieht. Ich bin mir auch sicher da wird Bio-Ware gespritzt, weil sie dann mehr Ertrag bietet, auch finanzieller Natur. Im Winter gibt es Erdbeeren aus wer-weiß-wo, brauchen wir die wirklich?
Klar, Angebot und Nachfrage. Nur wenn es kein Angebot an nicht-saisonalem Obst gibt, dann werden die Kunden auch nicht nachfragen, und ist es wirklich ethisch hochgezüchtetes, gespritztes Obst quer über den Globus zu schiffen?
Früher war das kein Problem, da war es ganz klar, dass es im Winter gewisses Obst nicht gibt und man gegebenenfalls etwas einlagern muss. Dieses Wissen scheint aber verschwunden zu sein?
Und wenn das Fertiggericht günstiger ist als selber-kochen (da ist der Zeitaufwand für das Kochen noch gar nicht mit eingerechnet!), dann muss einem klar sein, dass die Qualität nicht besonders sein kann. Ob es sich auf lange Zeit rechnet und es nicht in einigen Jahren oder vielleicht auch Jahrzehnten aufgrund von Antibiotika im Fleisch, Spritzmitteln am Salat oder Gen-modifiziertem Mais zu “plötzlichen” Krankheiten kommt kann leider noch niemand sagen. Und auch in Zukunft wird die Industrie wahrscheinlich dafür sorgen, dass die Verbindung zwischen dem was wir essen und wie wir uns fühlen nicht bekannt wird…
Insofern finde ich den Pferdefleisch-Skandal gar nicht so schlecht, weil es hoffentlich viele Menschen zum Nachdenken anregt…
- …ob Massentierhaltung ethisch vertretbar ist
- …ob man wirklich das ganze Jahr über Tomaten benötigt
- …ob billig auf lange Sicht noch immer geil ist
Ich bin ja jetzt auch schon in einem Alter wo ich sagen kann “Früher war’s besser”.




