Teamausflug “Sommerpalast”

Diesen Sonntag hat es einen Teil des Teams zum Sommerpalast Yihe Yuan verschlagen – ein Tagesausflug der besonders viel Spaß gemacht hat. Ein kulturell-kulinarischer Tag mit neuen Freunden. Für die ganze eiligen – ganz unten gibt’s ein paar Fotos. Für alle die weiterlesen wollen erst einmal ein paar geschichtliche Hintergrundinformationen. 1750/1751 hat der Quianlong-Kaiser den Sommerpalast Yihe Yuan als Geschenk zum 60. Geburstag seiner Mutter erstellen lassen. Nachdem die Briten das ganze dann schlauerweise zerstört haben wurde er von Kaiserwitwe Cixi wieder aufgebaut. Das Hauptmotiv des Parks ist der Wunsch nach langem Leben – deswegen gibt es viel Deko mit Hirschen, Kranichen, Kiefer und Bambus. So, genug Geschichte.

Wir waren zu 8t unterwegs – Gui und ich als ausländische Touristen mit 2 männlichen und 4 weiblichen Guides. Letzere haben nach einem kurzen Spaziergang entlang des Sees für ein perfektes Picknick gesorgt – Sandwich, Salate, Käse, Wurst, Tomaten, scharfes eingelegtes Gemüse (und ich meine scharf!), alles mit Stäbchen zu verzehren. Lustig. Ping hat sich wirklich verausgabt und ich muss sie hier wirklich sehr loben – die Verpflegung war ausgezeichnet!

Die Stärkung haben wir auch dringend notwendig gehabt – gleich darauf ging’s raus auf den See – zwei 4er-Boote im unerbitterlichen Kampf um die Spitze. Und das nach dem Essen bei 36°C Mittagshitze. Toll. Und die Frauen kann man ja schlecht treten lassen. Sehr toll. Wenigstens einmal ein Workout für mich, weil ich seh schon das ich zugenommen hab. Ich wills ja gar nicht wissen. Wurscht.

Nach einiger Zeit am See wieder an Land haben wir uns dann die Bauten im “Garten” angesehen – besonders beeindruckend war der 728m lange, mit 8000 (!) Roman- und Landschaftsszenen bemalte Wandelgang. Eine Wucht. Kein Bild wie das andere. Ewig lang. Genial. Anschließend sind wir hinauf zu den tibetischen Klosterbauten – ein anderer Stil als in der Verbotenen Stadt und wieder sehr beeindruckend. Was die Chinesen machen das machen sie nicht halb und schon gar nicht zu klein.

Was mich sehr verwundert hat ist das vom Team erst die Hälfte der Leute im Park und noch niemand am Berg bei den Klosterbauten war. Wobei sie alle schon mindestens ein Jahr in Beijing wohnen und auch eine spezielle Karte haben mit der sie kostenlos in den Park können. Also wenn ich in eine neue Stadt ziehen würde wären die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am ersten Wochenende erledigt. Weil da kann man noch nicht so mit Arbeit eingedeckt sein das man am Wochenende auch im Büro sitzt. Apropos, das kommt dort doch häufiger (als in Österreich) vor, die Chinesen werden uns noch alle überrollen. Zeit für eine neue Verschwörungstheorie, die von den Tempelrittern und Freimaurern ist eh schon so breitgetreten worden ;) Übrigens, bald kommt Teil 2 von ” Das Vermächtnis der Tempelritter” ins Kino ( Trailer).

Zurück unten am See noch ein wenig spazieren um dann in ein Lokal zu fahren in dem es genau drei Speisen gibt: Fisch normal, Fisch scharf, Fisch sehr scharf. Wir hatten jeweils einmal Fisch normal sowie Fisch scharf, letzterer war zu schaffen wenn man alles was rot war nicht mitgegessen hat. Farbenblinde hatten halt Pech. Vorstellen muss man sich das so das der ganze Fisch in einer Alu-Pfanne liegt und oben drauf kommt dann allerlei Gemüse (Lotusblüten-Stengel!). Gegessen wird direkt aus der Pfanne, natürlich mit Stäbchen – wie immer jeder von jedem Gericht, das gesammte Essen steht in der Mitte des Tisches. Das finde ich einerseits sehr kommunikativ und es hat auch den Vorteil das man überall probieren kann. Und ja, das funktioniert, man kann den ganzen Fisch nur mit Stäbchen vertilgen – verneigt euch vor dem ” 筷子-Master”!

Der ganze Tag war einfach perfekt – kulturell interessant, kulinarisch ausgezeichnet, freundschaftlich nett. Ich möchte dem ganzen Team wirklich von ganzem Herzen für diesen Ausflug danken und hoffe das es nächste Woche bei der Chinesischen Mauer ebenso lustig wird!

NCC+=3, NCC = 15

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