In den letzten Tagen war weniger Zeit etwas zu schreiben, auch die Bilder von der Mauer haben länger gebraucht um online zu kommen. Aber das Internet ist hier sehr sehr langsam, ich hab also eine gute Ausrede. Also, was hat sich so getan seit Freitag? Samstag Nachmittag ist Peter aus SVL angekommen und wir haben uns redlich bemüht beim anderen gleich einen guten Eindruck zu hinterlassen, hier die ersten Worte:Mike: Guten Morgen, war gestern weg, hab Kopfweh vom vielen Bier…. (*)
Peter: Servus, du, ich geh mir schnell mal Zigaretten kaufen!
Tja, der gute Eindruck war beiderseits dahin. Aber bevor sich jetzt jemand was falsches denkt – der Peter ist ganz ein netter und mir ist seit Samstag nicht mehr langweilig geworden. Und ich durfte auch sein MacBook Pro angreifen! Welche Ehre! Ja, es geht heiss her bei uns (weil die Klimanalage ausgefallen ist) und ich treibe seit dieser Woche auch Sport – halbe Stunde Rad fahren, 10 Längen schwimmen. Das Gym ist eine Klasse für sich – am Eingang begrüßen einen zwei Ladies im Abendkleid, was sehr nett ist. Weniger nett ist der Zustand der Geräte, ist ein wenig so wie auf Ibiza. Aber es geht schon. In der Umkleide gibt es einen Typen der dafür zuständig ist das richtige Kasterl zu finden – die Kästchen sind nämlich weder aufsteigend noch sonst irgendwie sortiert. Random. Und dieser Typ zeigt einem das Kästchen und sieht dann beim Umziehen zu. In aller Ruhe steht der am Eingang und starrt einen an. Nett. Am zweiten Tag habe ich ihn dann offensichtlich nicht mehr so interessiert, da ist er dann doch rausgegangen. Hatte wohl woanders jemandem ein Kästchen zu zeigen.
Das Schwimmbad ist gut, nur warum man eine Badehaube braucht verstehe ich nicht – da ist so viel Chlor drinnen das eh kein Haar überlebt. Bei uns schüttet man sowas über Nacht in verstopfte Ausflüsse. Aber das Immunsystem wird hier sowieso mehr gefordert – hat aber auch Vorteile, bei den ganzen Schwermetallen im Essen spart man sich wenigstens die Nahrungsergänzungen.
Das mit dem Strom für die Klimaanlage hat sich geklärt – das läuft hier in China anders, es ist ein Prepaid-System für Strom. Und da war unser Guthaben aufgebraucht, deswegen: kein Strom. Zum Glück hängen Kühlschrank und Licht an einem anderen Zähler, sonst wär’s komplett unlustig gewesen. So war’s nur eine heisse Nacht, aber wenigstens keine finstere.
Apropos Kühlschrank, der ist zum Bersten voll mit Obst, also ich ernähre mich auch gesund. Ihhh! Ob das gut ist?
(*) Ach ja, falls ihr euch fragt warum ich am Samstag Kopfweh hatte – Freitag Abend waren Gui und ich das Nachtleben checken; seitdem weiß ich das nicht überall ein Karaoke-Club drinnen ist wo draussen Karaoke drauf steht. Weiters weiß ich jetzt auch das es schon Vorteile hat sofort als Ausländer erkannt zu werden – freier Eintritt in die Disco, keine Sicherheitskontrolle und sofort ein freier Tisch. Wenn wir nur ein wenig besser Chinesisch könnten wäre auch die Unterhaltung mit weiblichen Gästen kein Problem…. die stehen auf große und/oder muskulöse Langnasen. Gut, oder?
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