Was ist schon New York im Vergleich zu Hong Kong? Unser Kontrastprogramm zu Beijing ist sehr gelungen, die beiden Städte könnten unterschiedlicher nicht sein! Hong Kong ist einfach überwältigend. Dieses Wort trifft es am Besten – noch mit Koffer verlässt man die voll klimatisierte U-Bahn (auch die Stationen sind klimatisiert) und wird erschlagen. Von den Menschenmassen, von der Hitze, von der drückenden Luftfeuchtigkeit, von Reklamen und vom Verkehr. Im Vergleich zu Peking eine völlig andere Welt mit dem großen Vorteil das hier Englisch gesprochen wird. Man kann also sein Essen bestellen ohne sich wie ein Taubstummer vorzukommen.
Hong Kong ist nicht sonderlich groß, hat aber einiges zu bieten. Besonders beeindruckend ist natürlich die Sky-Line mit den Wolkenkratzern. Abends um 20 Uhr gibt es eine Lightshow, jeder Wolkenkratzer stellt ein anderes Instrument dar. Ein weiteres Highlight ist der Peak und die Peak Tram, viel steiler hätten sie das auch nicht bauen können. Der Ausblick über die Stadt ist gigantisch. Auch ein Ausflug nach Lantau musste sein, zum größten Freiluft-Budda der Welt (22m, inklusive Sockel 34m!). Die Anreise ist abenteuerlich, mit einem Bus über eine Bergstraße zu rattern, und das bei Linksverkehr und Baustelle…. fast so schlimm wie der Taxi-Verkehr in Beijing. Aber nur fast – weil gegen die Einbahn sind wir nur mit dem Taxi gefahren…
Ein weiteres Erlebnis in Hong Kong sind die Shopping Center – jede U-Bahn-Station hat eigene Shops, alles ist sehr sauber. Die größeren Hotels oder Gebäude haben im Erdgeschoß Shopping Center von der Größe der SCS – und großteils nur Luxus-Stores. Aber nicht wie in Beijing schlecht besucht, nein, bei Louis Vuitton musste man sich sogar anstellen um überhaupt hineinzukommen! Am Wiener Kohlmarkt hat man das Problem nicht, und so viel günstiger ist Hong Kong auch nicht.
Sehr viel günstiger hingegen sind die Straßenmärkte, auch hier bekommt man sämtliche Marken angeboten (unter anderem auch ” Kutchi”) – um die Taschen oder Uhren aber zu sehen folgt man den Damen in die Showrooms. Das sind ganz normale Wohnungen in denen die Regale mit Taschen und Uhren gefüllt sind – ein Paradies für Frauen. Beim Handeln über den Preis hingegen ist Beijing besser, man kann mehr herausholen.
Gebaut wird in Hong Kong in mindestens drei Ebenen – man kann gut 2km auf Plattformen über der Straße gehen ohne jemals an einer Ampel warten zu müssen. Das Highlight sind die Mid-Level Escalators, mehr als 800m Rolltreppe – das dauert knapp 30 Minuten, dann ist man am Fuße des Peak angelangt.
Unsere Herberge, das Excelsior Hong Kong, gehört auch extra erwähnt – wir hatten zwar keinen Hafenblick, was aber nicht schade ist – ein freier Blick auf die Skyline ist auch nicht zu verachten – sorry Peter, deine Wohnung kann da nicht ganz mithalten
Die beiden Städte sind aber grundverschieden – in Hong Kong sieht man die Sonne und man versteht Englisch; es ist eine Stadt wie New York (sogar besser?) mit Wolkenkratzern und Meer. Beijing hingegen ist groß und flach – die Kombination aus Shopping Center, KFC, McDonalds und Pizza Hut wiederholt sich alle paar Kilometer, die Luft ist schlecht und der Verkehr einfach zu viel. Auf der anderen Seite gibt es in Beijing mehr Kultur – hier versammeln sich die Verbotene Stadt, der Sommerpalast und die große Mauer als Weltkulturerbe, in Hong Kong versammeln sich “nur” Shopping-Center. Nichts desto trotz ist Hong Kong sicher eine der Städte wo ich mir einen längeren Aufenthalt gut vorstellen könnte, das Flair und die Offenheit der Menschen ist sehr einladend. Sehr empfehlenswert!







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