1 Jahr auf Social Media – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Es ist Zeit abzurechnen.

Mit Social Media.

Vor einem Jahr habe ich als Experiment den Instagram-Account der Website Heroes eröffnet und begonnen, meinen LinkedIn-Account regelmäßig zu bespielen.

Mit regelmäßig meine ich mindestens 3 Postings pro Woche.

Und heute wird abgerechnet. Was hat die ganze Arbeit gebracht, was habe ich gelernt und wie mache ich weiter?

Genau diese Erfahrungen teile ich hier mit dir.

Start auf Social Media – Ausgangspunkt “Zero”

Im vergangenen Jahr habe ich über 160 Postings erstellt und geteilt. Auf Instagram, LinkedIn und Facebook. Bei Instagram war der Account brandneu, auf LinkedIn spärlich gepflegt, nur auf Facebook hatte ich schon ein paar Follower.

Xing ist für mich von Haus aus ausgeschieden, da sich dieses Netzwerk meiner Meinung nach am absteigenden Ast befindet. Auf Facebook bin ich generell nicht mehr sehr aktiv. Somit wurden nur Instagram und LinkedIn aktiv “bearbeitet”.

Natürlich folge ich auch vielen Accounts; allen voran natürlich auch einigen “Wie du auf [Soziales Netzwerk] erfolgreich wirst”-Accounts. Viele der dort geteilten Tipps habe ich absichtlich ignoriert.

Unter anderem neue Follower direkt mit Nachrichten zu belästigen.
Sorry, so will ich nicht Marketing betreiben. Aber darüber habe ich in einem meiner letzten Newsletter ausführlich geschrieben.

Nach einem Jahr Social Media kann ich sagen: Es hat sich ausgezahlt. Ich habe Aufträge abgeschlossen, Neukunden gewonnen und – viel wichtiger – mein Netzwerk erweitern können. Mehr dazu weiter unten.

Nach einem Jahr Social Media kann ich aber auch sagen: Social Media ist verdammt viel Arbeit. Das Erstellen der Grafiken und Texte sowie das tägliche beantworten (und schreiben!) von Kommentaren benötigt viel Zeit und ermüdet.

Diese Postings waren meine Top-Performer

Interessanterweise funktionieren Postings mit Mehrwert weniger gut als Postings mit persönlichen Geschichten und auch Fotos von mir. Was mich zwar überrascht hat, aber Sinn ergibt. Denn wir sind soziale Wesen und wollen, wie früher am Lagerfeuer, Geschichten von anderen Menschen hören.

Das waren meine Top 3 Postings, nach organischer Reichweite, ohne Werbung:

Niemals ohne!
2022 - Mein persönlicher Jahresrückblick
Red Flags im Business

Das interessiert niemanden (mich auch nicht!)

Allerdings gibt es auch Postings und Aktivitäten, die für mich nichts bringen:

  • Instagram Stories funktionieren für mich nicht. Vermutlich auch, weil ich nicht regelmäßig genug Content dafür erstelle. Was vermutlich mit dem nächsten Punkt zu tun hat.
  • Reels und Videos. Mache ich nicht, weil so schon mehr als genug Zeit in die Erstellung und Betreuung fließt. Leider bin ich da zu perfektionistisch, da möchte ich mir Videoschnitt nicht antun :-)
  • Das ganze Follower-Gedöns. Klar motiviert es, wenn neue Follower dazukommen. Doch ich habe für mich erkannt, dass diese Kennzahl völlig irrelevant für mich ist. Mehr dazu weiter unten.

Die Geister, die ich rief …

Social Media hat auch Schattenseiten, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.

Denn je sichtbarer ich wurde, desto mehr notorische Nörgler sehen auch meine Beiträge und Ads.

Was zu völlig unpassenden Kommentaren führt.

Das ist eben die Schattenseite von Social Media – diese Geister wird man auch nicht mehr los …

Der größte Nachteil von Social Media

Für mich als Content Creator ist der größte Nachteil von Social Media die extrem kurze Halbwertszeit von Beiträgen. Auf LinkedIn erscheinen Beiträge auch nach 2–3 Tagen noch in der Timeline von Followern, aber spätestens dann sind die Beiträge auch in diesem Netzwerk von der Bildfläche verschwunden.

Eine schöne Instagram-Timeline befriedigt zwar meinen Sinn für Ästhetik, bringt aber fürs Business nichts :-)

Das ist für mich der Hauptgrund, meinen Arbeitsablauf anzupassen und in Zukunft wieder vermehrt auf Blog-Beiträge zu setzen. Denn mein Blog, der hat im letzten Jahr nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Aber – und das ist der Vorteil von Blogging – er bekommt nach wie vor sehr viel Traffic von Google.

Unterschätzt: der gute, alte Newsletter

Kurz nach dem Social-Media-Start habe ich meinen sporadisch gesendeten Newsletter komplett umgekrempelt. Der Newsletter erscheint jetzt wöchentlich und enthält spannende Geschichten aus dem Leben eines Web-Developers (Lagerfeuer und so ;-) ).

Die Beziehung zu meinen Lesern ist hier direkter, ich kann mehr als 2.200 Zeichen verwenden und der Austausch ist persönlicher:

Ich bekomme deine Nachrichten seit circa 10 Monaten. Und jedes Mal erwische ich mich aufs Neue, dass ich beim Lesen zustimmend nicke. Du bringst die relevanten Themen konstant auf den Punkt.” (A.Z., via E-Mail)

Du erhältst meinen Newsletter noch nicht? Hier kannst du dich gleich zum Newsletter anmelden.

Der Newsletter ist für mich also der klare Gewinner des letzten Jahres.

Ergebnisse nach einem Jahr auf Social Media

Schon am Anfang meines Experiments mit Social Media war mir klar, dass ich genau abrechnen will. Denn wie oben schon erwähnt, fließt wirklich viel Zeit in die Erstellung von Inhalten.

Und wie ebenso erwähnt sind mir Follower-Zahlen relativ egal – ich betreibe ein Business, daher geht es letztlich um den durch Social-Media-Marketing generierten Umsatz.

Let’s go.

Verkäufe durch Social Media

Die Verkäufe meiner WordPress-Membership liefen gut. Mir war aber auch bewusst, dass der Schritt von “Ich folge dir auf Social Media” zu einer bezahlten Jahresmitgliedschaft zu groß ist.

Daher habe ich die User Journey umgestaltet und bewerbe jetzt meist einen meiner Leadmagneten (wie die großartige Angebotsvorlage für Webdesigner).

Mittlerweile erfolgen alle Buchungen bei den Website Heroes entweder über meinen Newsletter oder mein persönliches Netzwerk.

Einzelne Postings haben auch zu Projektanfragen und auch zu Projekten geführt. Die Anzahl der Projektanfragen ist im Vergleich zum Jahr davor um ca. 50% gestiegen.

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Business-Buddies und Partnerschaften durch Social Media

Viel spannender als die Projekte sind aber die Netzwerkeffekte, die sich ergeben haben. Das „Sozial“ in „Soziale Netzwerke“ ist nämlich beachtlich mächtig.

So konnte ich viele neue Kontakte knüpfen, zum Beispiel mit

  • Elisa, die bei den Website Heroes bei einem Q&A zum Thema Datenschutz Rede und Antwort stand.
  • Philipp, der ebenso bei den Website Heroes zum Thema Newsletter & Zustellbarkeit einen Lightning-Talk gehalten hat.
  • Lisa, die ich bei einer Podcast-Folge besuchen durfte und die auch Gast bei den Website Heroes war.
  • Johannes, dem ich regelmäßig bei seinen #nerdcafe‘s auf LinkedIn lausche und mit konträren Meinungen aus dem Konzept bringe.

Elisa und Philipp sind mittlerweile auch Businessbuddies von mir geworden und ich freue mich über den regelmäßigen Austausch. Co-Working on Steroids also.

Du bist noch auf der Suche nach deinem Businessbuddy, der dich versteht und dich und dein Business voranbringt? Dann werde Teil der besten Membership für WordPress. Dort findest du garantiert die zu dir passende Person.

Wie mache ich auf Social Media weiter?

Das Experiment mit Facebook, LinkedIn und Instagram hat mir folgendes gezeigt:

  • Social Media ist ein Marketingkanal. Dieser muss Kunden anziehen und Projekte bringen, sonst ist es das (zeitliche) Investment nicht wert.
  • Social Media ist perfekt dafür geeignet, den eigenen Expertenstatus zu untermauern.
  • Der Zeitaufwand für die Erstellung eines Beitrags ist nicht zu unterschätzen (Anfangs ca. eine Stunde, mittlerweile ca. 20 Minuten pro Beitrag). Die Netzwerkpflege ebensowenig.

Für mich funktioniert dieser Marketingkanal ausgezeichnet, trotzdem möchte ich die Content-Erstellung weiter optimieren.

So werde ich in Zukunft wieder vermehrt auf meinen im letzten Jahr vernachlässigten Blog setzen. Dieser hat nämlich auch im vergangenen Jahr zugelegt, obwohl ich mich nicht aktiv darum gekümmert habe:

Der Blog ist auch im letzten Jahr gewachsen
Der Blog ist auch im letzten Jahr gewachsen

Davon kann Social Media mit seiner extrem kurzen Halbwertszeit von Inhalten nur träumen.

Im Blog möchte ich auch eine neue Strategie ausprobieren, die andere “Experten” um EUR 1.000,- als „Geheimnis“ bzw. “Google-Code” verkaufen. Ich mache kein Geheimnis darum, werde die Strategie testen, bei den Website Heroes teilen und hier über die Ergebnisse berichten.

Die Inhalte des Blogs werden wiederum auf Social Media geteilt, was die Erstellung der Beiträge einfacher macht.

Mein Learning nach einem Jahr Social Media

Zusammenfassend kann ich sagen: Die sozialen Netzwerke zu “bespielen” ist verdammt viel Arbeit. Aber es macht Spaß und erweitert das professionelle Netzwerk ungemein.

Daher würde ich dir als Webdesigner empfehlen, zumindest einen für dich passenden Kanal laufend zu bespielen und dadurch deinen Expertenstatus zu untermauern. Auch wenn du “nur” deine Kundenreferenzen, Blog-Beiträge oder auch Blog-Beiträge von anderen teilst sowie aktiv kommentierst, wirst du den Erfolg bald spüren.

Apropos Erfolg: willst du endlich das Webdesign-Business deiner Träume erschaffen? Dann schau doch gleich bei den Website Heroes vorbei und sichere dir deine Mitgliedschaft beim besten Membership für WordPress.

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Hi, ich bin Michael Baierl und bin WordPress-Programmierer aus Wien. In meiner WordPress-Community – den Website Heroes – finden Web-Designer alles, um großartige Websites für ihre Kunden zu erstellen und finanziell erfolgreich zu sein: regelmäßige Weiterbildung, Austausch, Feedback, schnelle Problemlösung und Co-Working. Schau gleich vorbei.

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Kommentare

6 Antworten

  1. Lieber Michael,

    das ist ein sehr guter Blogbeitrag, den ich auch schon geteilt habe. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass persönliche Geschichten (Stichwort: Lagerfeueratmosphäre) in Social Media mehr Menschen ansprechen und die Interaktion steigern. Ab und zu poste ich auch eine persönliche Geschichte, in der ich etwas (Fachliches, Mehrsprachiges …) verstecke, das einen Aha-Effekt auslöst. Und ich nutze die sozialen Medien, um auf meine Blogbeiträge aufmerksam zu machen. Noch nicht ganz so konsequent, aber das ist zumindest mein Plan. Ich freue mich, mehr von dir zu lesen.

  2. Super spannend! Vielen Dank für das Teilen Deiner wertvollen Erfahrungen und Learnings. Die Perspektive auf die Halbwertszeit des Contents (Blog vs Social Media) fand ich sehr inspirierend.

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