Der schlimmste Fehler für dein Business – und wie du ihn vermeidest

Es gibt einen Fehler, der dich dein Business und damit deine Existenz kosten kann. Viele Selbstständige machen diesen Fehler und ignorieren ihn. Dabei dauert es nur einen Augenblick, und dein Business ist tot.

Dabei ist es egal, ob du dein Business rein online oder im klassischen Sinne betreibst. Oder wie gut es momentan läuft. Denn gerade Selbstständige bzw. Einzelunternehmer sind besonders stark von diesem Problem betroffen und treffen keine entsprechenden Maßnahmen, um diesen Fehler zu vermeiden.

In diesem Artikel zeige ich dir die größte Gefahr für dein Business - und wie du diesen einen Fehler vermeidest.
Der schlimmste Fehler für dein Business – und wie du ihn vermeidest

Stell dir vor du sitzt gerade vor deinem Computer und liest diesen Artikel. Und plötzlich, genau mitten in diesem Satz, wird der Bildschirm schwarz. Dein Computer – tot.

Du probierst hektisch einen Neustart, doch es rührt sich einfach nichts mehr.

Dein Freund, der Nerd, schaut sich das Problem an und sagt, er kann auch nichts mehr machen. Da ist “die Festplatte kaputt” und alle Daten sind futsch. Ein Hardwareschaden eben.

Oder – du surfst im Web, liest wieder diesen Artikel (danke! :-) ), und plötzlich erscheint eine Meldung, dass dein Computer gehackt und deine Daten verschlüsselt wurden. Nur durch die Zahlung eines unangenehm hohen Betrags, zahlbar in Bitcoins, kommst du eventuell wieder zu deinen Daten.

Stell dir vor, das passiert GENAU JETZT.

Wie hart würde dich das treffen?

Ich kenne genug Einzelunternehmer, die in so einem Fall ihr Business zusperren müssten. Weil alle ihre Daten nur auf dem einen Computer vorhanden sind. Weil sich alle Finanzdaten, Rechnungen, Kundendaten, Kontakte auf diesem einen Computer befinden.

Du hast ein Backup auf einer externen Festplatte?

Wow, wenn du ein Backup auf einer externen Platte machst, dann hast du vielen deiner Kollegen echt etwas voraus! Aber ich frage dich – wann hast du das letzte Backup gemacht? Oh, das ist schon ein halbes Jahr her? Da kannst du nur hoffen, dass nicht allzu viele neue Daten in der Zwischenzeit dazu gekommen sind.

Aber nehmen wir an, dein Backup ist aktuell – du gehst also zum Schrank, holst die Platte heraus und gehst zurück zu deinem Computer. Und stolperst. Die Platte segelt in hohem Bogen durch die Wohnung um dann krachend am Boden zu landen. Das war’s dann mit dem Backup.

Vielleicht hast du aber eine stoßfeste externe SSD – die den Sturz überlebt hat. Nur auch darauf können Daten einfach so unleserlich sein. Weil das Backup-Programm blöderweise einen Programmierfehler hat. Dann sitzt du zwar vor einem Backup, kannst aber nichts mehr damit anfangen – auch eher blöd.

Du hast mehrere Backups?

Respekt! Tagesaktuelle Backups, auf mehreren Platten. Aus Bequemlichkeit direkt neben dem Computer, damit du ja nie darauf vergisst, das Backup zu machen, das nimmst du schließlich sehr genau.

Die Einbrecher haben es aber auch sehr genau genommen, als sie alle externen Festplatten aus der Wohnung mitgenommen haben. Nicht dass ich das jemandem wünschen würde – aber auch bei einem Brand oder Wasserschaden, bleiben leider meist nicht genau die Backupplatten unbeschadet…

Na gut, Michael, meine Daten sind aber in der Cloud!

Falls du deine Daten in der Cloud speicherst – bist du dir sicher, dass du auf alte Versionen zugreifen kannst? Nicht jeder Cloud-Speicherdienst kann gelöschte Daten wiederherstellen – blöd, wenn ein Erpressungs-Trojaner die Daten verschlüsselt oder überschreibt.

Noch blöder – dein Cloud-Dienstleister “verliert” Daten. Kommt nicht vor, sagst du? Genau das ist aber MySpace passiert, hier sind alle Musikdateien “verschwunden”.

Kleinere Anbieter verschwinden schon mal gerne vom Markt weil sie kein Funding mehr bekommen, aber auch die großen Cloud-Anbieter können ihr Business-Modell ändern und den Dienst einstellen.

Dann war da noch die Website…

Denk einmal an deine Website – wenn dein Hoster deine Website sperrt (aus welchem Grund auch immer) – wie schnell bist du wieder online? Wird die Website gehackt – genau dieselbe Frage, hast du selbst eine Sicherung in der Hand, oder verlässt du dich komplett auf deinen Hoster?

Ok, was muss ich tun?

Du siehst anhand dieser Szenarien schon, dass beim Thema “Backup” einiges schief gehen kann. Und kompliziert klingt es doch auch, oder?
Genau das ist leider der Grund, warum viele das Thema Backup auf die lange Bank schieben und im Zweifel einfach keines machen.

Das ist aber, wenn du dein Business einigermaßen ernsthaft betreibst, grob fahrlässig. Du arbeitest ohne Netz und ohne doppelten Boden und kein Kunde wird Verständnis dafür haben, wenn seine Daten weg sind oder ein Projekt nicht rechtzeitig fertiggestellt wird, weil du zu faul warst deine Hausaufgaben zu machen.

Ich finde es gehört zur Pflicht eines jeden Selbstständigen sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Denn einmal durchdacht und gut aufgesetzt, läuft das Backup fast automatisch.

Eine gute Backup-Strategie

Betreibst du dein Business ernsthaft kommst du also um eine Backupstrategie nicht herum. Und das ist einfacher, als gedacht.

Frage dich einfach für die folgenden Bereiche deines Business, wo du die Daten speicherst und wie du sie im Notfall wiederherstellen kannst:

  • Finanzdaten für das Finanzamt – 7 bzw. 10 Jahre Aufbewahrungszeit sind ganz schön lange!
  • Kundendaten von Kundenprojekten – wie lange hebst du diese Daten nach Projektende überhaupt auf?
  • Kontaktdaten von deinen Kunden – nur in der (i)Cloud sind diese nicht sicher!
  • Lagern deine E-Mails nur auf deinem Computer? Oder nur bei deinem Provider? In beiden Fällen bist du akut gefährdet!

Was ein gutes Backup ausmacht

Eine gute Sicherung deiner Daten ist gegeben, wenn

  • du Daten jederzeit auch einzeln wiederherstellen kannst (weil du zB eine Datei versehentlich überschrieben hast)
  • dies auch für relativ lange Zeiträume funktioniert (z.B. die Datei von vor einem Jahr)
  • die Daten auch physisch an einem anderen Ort gespeichert werden
  • es mindestens 2 Kopien deiner Daten gibt
  • das Backup möglichst automatisch läuft
  • du daran erinnert wirst, ein Backup durchzuführen
  • es möglichst einfach ist, eine Sicherung durchzuführen (sonst schiebst du es hinaus)

Was ein gutes Backup kostet

Ja, eine relativ sichere Backup-Strategie kostet schon auch Geld. Du musst vermutlich zwei externe Festplatten kaufen*, benötigst eine Software für die Sicherung, und wenn du deine Daten zusätzlich noch online sicherst wird auch der Dienstleister etwas verrechnen.

Aber vergleich dein Backup mit deiner Haushalts-Versicherung. Hoffentlich wirst du sie nie brauchen, aber wenn es einmal der Fall ist, dann bist du sehr froh, dass du eine hast.

Deine Backup Strategie

Du fragst dich jetzt, wie du ein Backup aufsetzt und zu deiner Backup-Strategie kommst? Das erkläre ich dir für

  • deinen Computer
  • WordPress
  • Kundenkennwörter

in den nächsten Blog-Artikel. Melde dich also zum Newsletter an und du bekommst sie “druckfrisch” zugeschickt.

Denk daran! Der schlimmste Fehler, den du begehen kannst…

… ist kein Backup zu machen. Und ewig über eine super-geniale Backup-Strategie nachzudenken und es aufzuschieben… im einfachsten Falle kopiere die Daten JETZT auf einen verschlüsselten USB-Stick, dann hast du im Notfall zumindest irgendwas gerettet. Und dann bau dir langsam – aber sicher – deine Backup-Strategie auf. Denn:

Kein Backup – kein Mitleid!

Wie sicherst du deine Daten? Warum noch nicht? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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DI (FH) Michael Baierl - einfach Websites für Selbstständige

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