Wechsel von Divi zu Elementor in 10 Schritten

Du hast deine Website mit Divi erstellt und möchtest jetzt zu Elementor wechseln?

Auch wenn es verrückt klingt - genau das habe ich getan und meine Website Schritt für Schritt umgestellt. Dabei habe ich das Design angepasst und das bei mir in Ungnade gefallene Divi durch Elementor Pro ersetzt.

Lies weiter um zu erfahren, wie  genau ich das angestellt habe.

Inhalt

Warum ich von Divi zu Elementor gewechselt habe

Vor ein paar Jahren habe ich noch uneingeschränkt Divi empfohlen. 

Das Divi Theme* ist nach wie vor eines der besten WordPress-Themes am Markt (hier geht’s zu einem Vergleich mehrerer Page Builder für WordPress) und ermöglicht es rasch und einfach eine ansprechende WordPress Website zu erstellen. Der Preis ist fair, der Funktionsumfang großartig und die Lernkurve relativ flach.

Auch ich habe meine professionelle WordPress-Karriere mit dem Divi Theme begonnen.

Schon bald haben mich aber einige Bugs und Fehler von Divi genervt:

  • Das Newsletter-Signup-Modul stellt ab und zu, aus unerfindlichen Gründen, die Funktion ein. Erst ein erneutes Speichern im Visual Builder hilft. Das ist absolut nicht verlässlich!
  • Der lang erwartete Divi Theme Builder lädt für manche Vorlagen einfach nicht mehr. Ich habe einige Zeit damit verbracht den Fehler zu suchen und auch den “Support” von Elegant Themes bemüht. Leider ohne Lösung, es gibt einen ominösen Bug, der verhindert, dass ich meine Templates bearbeiten kann. Das ist nervig, weil ich die Website so nicht weiterentwickeln kann.
  • Noch viel spannender: mit Gutenberg erstellte Blog Posts lassen sich nicht mehr bearbeiten. Ich erhalte einfach einen Server Error 500, dem ich auch noch nicht auf die Spur gekommen bin. Drehe ich Divi ab, dann klappt es wieder einwandfrei.
  • Neben diesen großen Bugs gibt es viele Kleinigkeiten, die einfach lästig sind und kein professionelles und verlässliches Arbeiten ermöglichen. 

Und dann kam Elementor*. Als Programmierer war ich schon beim ersten Kunden-Projekt von der einfachen Erweiterbarkeit angetan, die bei Divi nicht gegeben ist. Sold!

Nach vielen weiteren Kundenprojekten kann ich mittlerweile sagen:

  • Elementor ist einfacher zu erweitern. Es gibt eine einfache, gut dokumentierte API, die sich sehr einfach verwenden lässt.
  • Elementor ist schneller als Divi. Der Builder lädt schneller und läuft stabiler als der von Divi, es gibt Komfortfunktionen (Cmd+E!) und auch die Website selbst lädt schneller.
  • Die Elementor Templates sind flexibler und logischer aufgebaut, als der Divi Theme Builder und die Divi Bibliothek.

(Übrigens, hier findest du einen detaillierten Vergleich zwischen Divi und Elementor und auf dem WordCamp Vienna habe ich einen Vortrag über Elementor gehalten.)

In Summe lässt sich sagen, dass ich die flexible Erweiterbarkeit und Stabilität von Elementor sehr schätze. So erstelle ich eigene Skins für Blog Posts, andere Beiträge oder eigene Elementor Module, um in Kundenprojekten speziellere Funktionen umzusetzen.

Aber wie habe ich als Elementor-Programmierer den Wechsel von Divi zu Elementor Pro durchgeführt?

Von Divi zu Elementor: Bestandsaufnahme

Der erste Schritt war eine kurze Bestandsaufnahme, was es alles zu migrieren gibt. 

Meine Divi-Website besteht aus:

  • ca. 50 Seiten, aufgebaut mit Divi
  • ca. 60 Beiträgen, aufgebaut mit Divi (würde ich heute nicht mehr so machen, mehr dazu gleich)
  • ca. 20 Projekten (ein Divi Custom Post Type, mehr dazu weiter unten), ebenso aufgebaut mit Divi
  • 10 Caldera-Formularen
  • ca. 10 (nicht öffentlichen) LearnDash-Kursen für meine Kunden
  • 11 weiteren Websites im WordPress-Netzwerk [LINK]

Für die Migration habe ich eine Kombination von einer Kopie (zum Testen) und der Migration direkt auf der Live-Seite gewählt.

Dadurch habe ich sichergestellt, dass 

  • die Inhalte der Live-Website und der Kopie nicht auseinander laufen (z.B. durch Kommentare oder neue Inhalte, die ich in die Kundenkurse eingestellt habe)
  • das WordPress-Netzwerk (mbaierl.com ist die Haupt-Domain davon) keinen Schaden nimmt

Gleichzeitig habe ich die Umstellung zum Anlass genommen, das in die Jahre gekommene Design abzulösen und mir selbst ein neues Branding zu verpassen.

Hier kannst du das alte und das neue Design selbst vergleichen:

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