WordPress installiert – was nun? Die ultimative Checkliste für Beginner

Gratulation! Du hast WordPress installiert und somit eine der ersten großen Hürden gemeistert. 

Damit du einen guten Start bei der Erstellung deiner eigenen Website hinlegst, habe ich hier eine Checkliste mit Tipps für dich. Damit
  • vermeidest du typische Anfänger-Fehler
  • lässt deine Website professioneller wirken
  • ersparst dir viel Zeit und Ärger, der durch Unwissenheit entsteht
.
WordPress installiert – was nun? Die ultimative Checkliste für Beginner

Das Video zum Beitrag

Keine Lust zu Lesen? Dann schau dir das Video zum Beitrag an:

Lösche den Admin-Benutzer

Installierst du WordPress, wird standardmäßig ein Benutzer mit den Namen “admin” angelegt. Über diesen versuchen Hacker automatisiert in dein WordPress einzudringen.

Mach es den Hackern daher ein wenig schwerer, indem du den Standard-Benutzer löscht und einen neuen mit anderem Namen anlegst.

Das geht ganz einfach im WordPress-Backend unter Benutzer > Neu hinzufügen.

WordPress neuen Benutzer hinzufügen - Administrator

Gib hier deine Daten ein und wähle als Rolle “Administrator”.

Logge dich anschließend mit dem neuen Benutzernamen + Kennwort ein und lösche den “admin”-User.

Wichtig: wähle unbedingt ein sicheres Kennwort! Also mindestens 10 Zeichen, Groß- und Kleinschreibung sowie Buchstaben. Idealerweise länger und gespeichert in einem Passwort-Safe wie 1Password (Artikel folgt!).

Bist du “Eine weitere WordPress-Seite”?

Such einmal bei Google nach “Eine weitere WordPress-Seite” – du wirst erstaunlich viele Seiten finden, die nach wie vor diesen Untertitel verwenden. Denn während der Titel angepasst wird, wird auf den Untertitel vergessen.

Das wirkt äußerst unprofessionell.

Gehe daher im WordPress-Backend auf Einstellungen > Allgemein und ändere den Untertitel ab. Auch ein leerer Untertitel funktioniert und ist besser als “Eine weitere WordPress-Seite”.

Eine weitere WordPress-Seite

Weitere Allgemeine Einstellungen von WordPress

Wenn du dich schon im WordPress-Backend unter Einstellungen > Allgemein befindest, dann passe auch gleich die folgenden Einstellungen an:

Erste Einstellungen in WordPress
  1. Die Sprache sollte auf Deutsch gesetzt sein.
    Achtung: Deutsch (Österreich) oder auch Deutsch (Sie) sind meiner Erfahrung nach von der Übersetzungsqualität her nicht so gut wie nur “Deutsch”. Du wirst öfters englische Begriffe im WordPress finden, wenn du diese Sprachen wählst.
  2. Setze die richtige Zeitzone – sonst werden die Uhrzeiten von Kommentaren nicht richtig angezeigt oder geplante Beiträge gehen nicht zur gewünschten Zeit live.
  3. Setze das Datumsformat auf das bei uns gebräuchliche d.m.Y.
  4. Bei der Uhrzeit ist bei uns das 24h-Format üblich.

Setze die richtigen Einstellungen für Permalinks

Vielleicht kennst du auch Webseiten, deren URLs nicht “sprechend” sind und folgendermaßen aussehen: https://deine-domain.com/?p=123.

Weder ein Besucher noch eine Suchmaschine, wie Google, kann sich so vorstellen, welcher Inhalt sich hinter dieser URL verbirgt. Daher sind “sprechende” – möglichst kurze – URLs Pflicht.

Die Einstellung befindet sich unter Einstellungen > Permalinks.

Die einzig sinnvolle Einstellung ist “Beitragsname”; denn auch das Datum ist in der URL nicht notwendig.

WordPress Einstellung Permanlinks - Beitragsname

Lösche die Beispiel-Inhalte

WordPress möchte dir den Start möglichst leicht machen und bringt daher Standard-Inhalte mit. Dies sind im konkreten Fall:

  • eine Beispiel-Seite,
  • der Beitrag “Hallo Welt” und
  • ein Kommentar von “Mr. WordPress”.

Alle drei kannst du gleich nach der Installation löschen, da sie nicht notwendig sind und du nicht willst, dass diese Beiträge von Google indiziert werden (auch hier befördert eine Google-Suche viele große und namhafte Seiten zu Tage, auf denen Mr. WordPress nach wie vor einen Kommentar hinterlassen hat… ;-) ).

Wo wir schon von Google sprechen – so lange du deine Seite entwickelst und Themes, Plugins und Inhalte ausprobierst, empfehle ich dir unter Einstellungen > Lesen die Sichtbarkeit für Suchmaschinen einzuschränken:

WordPress Sichtbarkeit für Suchmaschinen

Während dem Go-Live deiner Website deaktivierst du diese Einstellung dann wieder.

Installiere sinnvolle Plugins

Wie viele Plugins solltest du installieren?

So viele wie nötig und so wenig wie möglich. 

Da es für jedes Problem mehrere Plugins gibt und viel Plugins nicht mehr gewartet werden, musst du vermutlich ein paar ausprobieren. Lösche nicht mehr verwendete Plugins aber auf jeden Fall, da diese ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Deinstalliere ebenso die Standard-Plugins “Hello Dolly” und “Akismet“,  welches nicht DSGVO-konform ist.

An dieser Stelle folgt nur eine kurze (alphabetische) Auflistung der Plugins, die ich in den meisten WordPress-Installationen einsetze und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:

Gib deiner Website eine Identität mit einem eigenen Favicon

Was oft übersehen wird, ist der Wiedererkennungswert durch ein eigenes Favicon. Das ist das kleine Icon, welches in Browser-Tabs angezeigt wird oder auch in der mobile Suche von Google.

Favicon im Browser-Tab
Favicon in mobiler Google-Suche

Du kannst ein quadratisches Bild (am besten ein transparentes PNG) im WordPress Customizer, erreichbar unter Design > Customizer > Allgemeine Einstellungen > Website-Identität, hochladen.

Erstelle unbedingt ein Backup deiner Website

Du solltest dich beim Backup nicht nur auf deinen Provider verlassen, sondern dich auch selbst aktiv und regelmäßig darum kümmern.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Plugin BackWPup gemacht. Wichtig ist dabei nur, dass du das Backup nicht lokal am Webserver durchführst, sondern extern. Zum Beispiel auf einen extra FTP-Server, in die Dropbox oder auf das Google Drive.

Nur so ist im Falle des Falles sichergestellt, dass du Zugang zu den Daten hast. Denn löscht ein Hacker deinen Webspace – bringt es noch zusätzliche Probleme mit sich, wenn das Backup gleich mitgelöscht wird…

Falls du eine professionelle Wartung inklusive täglichem Backup sowie Security-Checks deiner Website wünscht – melde dich gerne bei mir für ein individuelles Angebot.

Wähle ein für dich passendes Theme

Es gibt sehr viele gute Premium-Themes für WordPress. Leider gibt es auch ebenso viele schlechte Themes.

Mein Tipp, um dir Nerven und Zeit zu sparen: investiere in ein Premium Theme. Die im Schnitt ca. 70 Euro sind gut investiertes Geld, denn

  • du hast Zugang zu einer Community von Menschen, die das selbe Theme einsetzen
  • du bekommst Support und kannst beim Hersteller nachfragen, falls es Probleme gibt
  • du erhältst regelmäßig Updates und Anpassungen an aktuelle Browser und andere Plugins wie z.B. WooCommerce

Ein gutes Premium-Theme hat eine große Community und ist schon einige Jahre am Markt. Meine persönliche Empfehlung ist das Divi Premium Theme*, aber auch auf ThemeForest* findest du gute Premium-Themes.

Ein weiterer wichtiger Schritt, sobald du dich für ein Theme entschieden hast: erstelle dir unbedingt ein Child-Theme. Nur so kannst du Anpassungen am Theme vornehmen, ohne dass sie beim nächsten Update vom Theme wieder überschrieben werden.

Mit diesen 9 Punkten sollte deine Website auf einem guten Weg sein. Hast du noch Fragen zur WordPress-Checkliste für Beginner? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Lass uns einfach Websites bauen,

PS: Du brauchst Hilfe bei der Erstellung oder Einrichtung deiner Website? Melde dich gerne bei mir!

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