6 Gründe, warum WordPress-Plugins nicht kostenlos sein können

WordPress ist kostenlos. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn die Grundhaltung vieler Selbstständigen ist, dass auch alles andere rund um die Website kostenlos zu sein hat.

Das kann so aber nicht funktionieren. Professionelle Leistung kostet nun einmal Geld und ist, im Falle der Website, als Investment zu sehen.

Suchst du also nach kostenlosen Plugins oder ärgerst du dich, dass ein Premium Plugin Geld kostet, dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich.
6 Gründe, warum WordPress-Plugins nicht kostenlos sein können

Eine WordPress-Website kostet Geld

Und zwar gar nicht so wenig, wenn du sie professionell gestalten lässt. Der Fotograf verlangt Geld, der Texter, der Web-Entwickler. Professionelle Leistung gibt’s eben nicht gratis.

Nur WordPress, das ist doch kostenlos?

Dieser Gedanke ist in vielen Köpfen verankert und darum wird WordPress auch gerne weiterempfohlen. Viele Kunden sind anschließend überrascht, dass das eine oder andere Plugin dann doch nicht gratis zu haben ist. Mit den folgenden jährlichen Aufwendungen wird meist nicht gerechnet:

Großes Erstaunen ist dann meist die Folge.

Dabei gibt es gute Gründe, warum Plugins und Themes für WordPress Geld kosten MÜSSEN:

Grund 1: Weil selbst programmieren viel mehr Zeit kosten würde

Programmieren kostet Zeit. Viel Zeit. Viel mehr Zeit, als du dir vorstellen kannst. Dazu kommt noch, dass die Zeit oft nicht genau abschätzbar ist. Manche Funktionen sind in ein paar Minuten programmiert, andere technische Herausforderungen benötigen wiederum Stunden, um gelöst zu werden.

Ein “einfaches Event-Plugin” für WordPress oder eine “einfache Job-Börse” (beides Zitate von Kunden ;-) ) ist mit dem geeigneten Werkzeug wirklich schnell erstellt. 

ABER! Dann kommt der Kunde und möchte Spezialfunktionen. Wie eine Ajax-Suche, Filter, eine Kalender-Ansicht, ein Bewerbungsformular und Bewerbermanagement. Und auf einmal fließt Zeit, wirklich viel Zeit, in das Projekt.

Kaufe ich hingegen ein fertiges Premium-Plugin und passe dieses an, dann spare ich mir sehr viel Zeit. Und damit Kosten.

Grund 2: Weil das Anpassen einer kostenlosen Lösung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist

Aber es gibt doch “eh alles” in Form von kostenlosen Plugins? 

Ich hatte schon Kunden, die stundenlang verschiedenste kostenlose Plugins installieren, ausprobieren und wieder löschen. Abgesehen davon, dass sie sich dadurch Datenmüll und Sicherheitslücken einfangen, geht auch sehr viel Zeit verloren.

Klar, bei eigenen Projekten ist das kein großes Thema, wie viel Zeit hineinfließt. Meine eigene Website ist an manchen Stellen auch “handoptimiert” und manche Kleinigkeiten haben Stunden an Anpassung gekostet. 

Nur als Dienstleister kann ich weder alle 55.000 kostenlosen Plugins kennen, noch Stunden an Zeit investieren, um sie auszuprobieren. Um dann festzustellen, dass eine Funktion fehlt. Oder das Design nicht passt. 

Mit professionellen, gewarteten Premium-Plugins kommst du viel schneller und damit kostengünstiger ans Ziel. Das ist auch wirtschaftlich viel sinnvoller als stundenlang Plugins zu testen.

Grund 3: Weil du Support bekommst

Kaufst du ein Premium-Plugin* oder Premium-Theme*, dann erhältst du nicht nur die Plugin-Datei, sondern auch die Möglichkeit den Hersteller zu kontaktieren

Das kann bei Setup-Problemen, Bugs mit deiner WordPress-Installation oder Fragen zu Funktionen sinnvoll sein. Meine Erfahrung ist die, dass bei aktiv gewarteten Premium-Plugins die Antwort oft innerhalb einiger Stunden erfolgt und der Support bemüht ist, weiterzuhelfen.

Bei kniffligen Problemen loggen sich die Mitarbeiter des Teams auch in dein WordPress ein, um den Fehler zu analysieren.

Klar, auch die WordPress-Community ist großartig und hilft weiter. Es gibt tolle Facebook-Gruppen, in denen Anfänger wie Fortgeschrittene ihre Fragen stellen können. Doch Änderungen am Plugin selbst kann nur der Support vornehmen.

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Grund 4: Weil Plugins qualitativ hochwertig sein sollten

Vermutlich hast du die Erfahrung auch schon gemacht, dass es im WordPress Plugin Repository unzählige Plugins für das selbe Problem gibt. Die meisten der Plugins taugen aber nichts, das merkst du schon kurz nach der Installation.

Das hat den Grund, dass der Autor des Plugins das Problem

  1. für sich selbst lösen wollte,
  2. gelöst hat,
  3. das Plugin veröffentlicht und dann
  4. die Motivation verloren hat.

Wozu ein Plugin weiterentwickeln, Fragen beantworten und erweitern, wenn das eigene Problem schon gelöst ist?

Das Plugin bleibt trotzdem im Plugin Repository.

Trotz schlechten Codes, fehlender Funktionen und/oder Sicherheitslücken.

Du siehst also: Um qualitativ hochwertige Plugins* zu erstellen, die viele Funktionen abdecken und problemlos funktionieren, ist viel Zeit notwendig. Qualitativ hochwertige Plugins helfen dir aber langfristig, Zeit zu sparen und dein WordPress-System sicher zu halten.

Grund 5: Weil du regelmäßig Updates erhalten willst

Die Welt entwickelt sich ständig weiter. WordPress Core veröffentlicht neue Funktionen, es werden Sicherheitslücken entdeckt oder neue Browser veröffentlicht.

In vielen dieser Fälle ist eine Anpassung der Plugins notwendig. Denn sonst hast du ein veraltetes Plugin, welches dein WordPress angreifbar macht. Nicht gewartete oder aktualisierte Plugins sind (nach einem schwachen Passwort) die Hauptursache für gehackte WordPress-Installationen.

Du willst also regelmäßig Updates erhalten.

Diese Updates muss auch jemand programmieren, testen und zur Verfügung stellen.

Das kostet Zeit und damit Geld, die ein Programmierer investiert.

Grund 6: Weil auch Programmierer Familien haben, die sie ernähren müssen

Nicht alle Programmierer sind Nerds, die sich nur von billiger Pizza und Coke ernähren ;-) Und sogar die benötigen Geld, um es gegen Pizza und Coke zu tauschen.

So wie du gerecht für deine geleistete Arbeit entlohnt werden willst, so will auch der Programmierer eines Plugins seine Familie ernähren. 

Warum willst du dafür aber kein Geld ausgeben? Schätzt du die Leistung nicht?

Du betreibst deine Seite doch auch, um damit Geld zu verdienen, oder?

Deine Website sollte dir (etwas) Geld wert sein …

Das Hauptproblem, dass ich sehe, ist die Geiz-ist-geil-Mentalität, die leider immer mehr um sich greift.

Betreibst du deine Website rein als Hobby, dann frag dich einmal, wie viel Geld du für andere Hobbys ausgibst. Geld, über das du eventuell gar nicht weiter nachdenkst.

Vielleicht willst du auch denen, die für dich sichere Plugins mit großartigen Funktionen entwickeln, auch einmal im Jahr Wertschätzung in Form eines kleinen Geldbetrages zurückgeben?

Bist du unternehmerisch unterwegs, dann willst du mit deiner Website Geld verdienen. Wenn du nichts gibst, warum sollten dir andere dann ihre Wertschätzung in Form von Geld ausdrücken?

Oft höre ich auch “Ich weiß ja noch nicht, ob ich mit meinem Shop/meinem Projekt/meiner Website/meiner Idee etwas verdienen werde!” Nun ja, das nennt man “Investition” bzw. “unternehmerisches Risiko”. Sei ganz ehrlich – sind EUR 80,- wirklich ein “Risiko” für dich?

Nächstes Mal, wenn du dich wieder dabei ertappst, sinnlos viel Zeit in die Suche eines kostenlosen Plugins zu investieren, halte kurz inne:

  • Frage dich, ob es die Zeit wert ist, ein paar Euro zu sparen.
  • Führe dir vor Augen, was du um das Geld alles bekommst (Support, Updates …).
  • Denke an den Programmierer, der in einem wunderbar komplexen Umfeld die perfekte Lösung für dich geschaffen hat!

Und dann – investiere :-)

Lass uns einfach Websites bauen,

Michael

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